Stromanbieter kündigen & wechseln

Strom kündigen leicht gemacht

Unser Ratgeber hilft Ihnen dabei, Ihren Stromanbieter zu kündigen. Wir zeigen Ihnen die Gründe für eine solche Kündigung auf, geben Ihnen einen Überblick über das Sonderkündigungsrecht und helfen Ihnen dabei, richtig bei Ihrem Stromanbieter zu kündigen. Dabei haben wir die wichtigsten Fristen rund um eine solche Kündigung für Sie zusammengefasst und zeigen Ihnen auch, wie Sie dazu beitragen können, dass Ihr Wechsel zu einem neuen Anbieter möglichst reibungslos abläuft. So ist Ihre Kündigung so schnell wie möglich abgeschickt und Ihr bestehender Stromvertrag aufgelöst.

Stromanbieter kündigen | Kündigung & Wechsel aktuelle Tipps 2022

Stromanbieter kündigen & wechsen:

  • Anbieter erhöht Strompreise
  • Strompreisvergleich durchführen
  • Günstigen Stromtarif bestimmen
  • Einfach zum neuen Anbieter wechseln

Welche Gründe gibt es, den Stromanbieter zu kündigen?

Gründe, den Stromanbieter zu kündigen gibt es viele. Werden manche Kündigungen ausgesprochen, um bei einem Umzug oder einer Preiserhöhung das Sonderkündigungsrecht in Anspruch zu nehmen, erfolgen andere, weil die Vertragslaufzeit nicht automatisch verlängert werden soll. Wieder andere Verbraucher beenden Ihren Stromvertrag, weil ein Wechsel zu einem anderen Anbieter Strom zu günstigeren Konditionen verspricht. Auch jährliche Wechsel sind nicht selten, da Verbraucher so von Boni und anderen Vorteilen profitieren können. Ganz gleich, aus welchen Gründen Sie sich für einen Stromanbieter-Wechsel interessieren - unser Ratgeber hilft Ihnen dabei, diesen mit so wenig Aufwand wie möglich über die Bühne zu bringen.

So kündigen Sie bei Ihren Stromanbieter richtig

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Wege, die Kündigung eines Anbieters für Strom durchzuführen. Welche Möglichkeit gewählt werden sollte, hängt vor allem davon ab, ob Sie nach der Kündigung durch einen alternativen Stromanbieter beliefert werden und somit einen Tarifwechsel durchführen möchten. In den folgenden Abschnitten haben wir für Sie zusammengefasst, wie Sie bei einem solchen Tarifwechsel und bei einer Kündigung ohne Wechsel zu einem anderen Anbieter vorgehen können.

Bei einem Stromanbieterwechsel

Möchten Sie den Vertrag mit Ihrem bisherigen Stromanbieter auflösen, um einen anderen Tarif in Anspruch zu nehmen, können Sie bei der Kündigung wie folgt vorgehen:

Schritt 1 - Vergleichen von alternativen Stromtarifen

Im ersten Schritt des Stromanbieterwechsels sollten Sie einen Vergleich der Tarife von anderen Stromanbietern durchführen. Nur so können Sie schnellstmöglich einen günstigeren Tarif ausfindig machen. Zu diesem Zweck können Sie zum Beispiel eines der Vergleichstools auf unseren Seiten nutzen. Unsere Tools sind dahingehend personalisierbar, dass sie auf Ihre persönlichen Präferenzen hinsichtlich des gewünschten Tarifs abgestimmt werden können. Suchen Sie zum Beispiel:

  • Einen besonders günstigen Stromtarif? Unsere Suchergebnisse versprechen einen deutlich günstigeren Stromtarif als der Ihres bisherigen Anbieters, mit dem Sie monatliche Energiekosten sparen können. 
  • Einen Tarif mit Ökostrom? Wir geben Ihnen die Möglichkeit, Ihre Suche so anzupassen, dass nur besonders nachhaltige Ergebnisse angezeigt werden. Gleichzeitig finden wir für Sie einen besonders günstigen Stromanbieter in diesem Segment. 
  • Einen Tarif mit Wechselbonus? Sofern dies gewünscht ist, zeigt Ihnen unser Tool bevorzugt Ergebnisse, die mit einem Bonus bei einem Stromanbieterwechsel werben. Gleichzeitig stellen wir sicher, dass Sie bei einem solchen Angebot keinen deutlich höheren Preis zahlen als für Tarife ohne Bonus. 

Um nur die Angebote angezeigt zu bekommen, die für Sie auch wirklich in Frage kommen, nutzt unser Tool zudem von Ihnen bereitgestellte Informationen zu Ihrem Wohnort und Ihrem Stromverbrauch.

Schritt 2 - Auswählen eines geeigneten Tarifs

Haben Sie Ihre Suche mit unserem Tool personalisiert, ist es vergleichsweise einfach, unter den Ergebnissen jenes zu finden, das Ihnen am meisten zusagt. Mit einem Klick werden Sie nun auf die Website des Anbieters weitergeleitet und können dort die Anfrage zu Ihrem Wechsel abschließen.

Schritt 3 - Abschließen des neuen Stromvertrags

Um Ihren neuen Stromvertrag abschließen zu können, benötigt der neue Anbieter von Ihnen noch einige Kontaktdaten, wie etwa Ihre Email-Adresse, Anschrift und Zählernummer. Zudem müssen Sie bei Vertragsabschluss den Allgemeinen Geschäftsbedingungen zustimmen. Ist dies erfolgt, ist Ihr Anbieterwechsel in die Wege geleitet - die Kündigung Ihres bestehenden Vertrags übernimmt Ihr neuer Versorger. Bei den meisten Anbietern können Sie diesen Wechselservice während des Vertragsabschlusses beantragen und müssen dazu lediglich den Namen Ihres bisherigen Versorgers angeben. Nachdem Ihr neuer Anbieter die Kündigung Ihres bestehenden Vertrags ausgesprochen hat, bleiben Sie noch so lange Kunde bei Ihrem bisherigen Versorger, bis die Kündigungsfrist abgelaufen ist. 

Diesen “Wechselservice”, den Stromanbieter gesetzlich anbieten müssen, sollten Sie jedoch nicht in Anspruch nehmen, wenn Sie Ihr sogenanntes Sonderkündigungsrecht in Anspruch nehmen möchten. Mehr über Kündigungen, die auf Grundlage dieses Rechts ausgesprochen werden, erfahren Sie im nächsten Abschnitt.

Wann besteht ein Sonderkündigungsrecht?

Ein Sonderkündigungsrecht berechtigt zu einer außerordentlichen Kündigung, die mit einer verkürzten Kündigungsfrist einhergeht. Das Recht zu einer solchen Kündigung besteht in einer Reihe von Fällen. Meist jedoch wird dieses Recht dann in Anspruch genommen, wenn:

  • Ihr Stromanbieter eine Preiserhöhung angekündigt hat.
  • Sie an einen Ort umziehen, an den Ihr bisheriger Anbieter Sie nicht mehr beliefern kann. 

Eine außerordentliche Kündigung berechtigt noch vor dem Ende der Vertragslaufzeit zu der Beendigung des Versorgungsvertrags. Dies kann sehr vorteilhaft sein - vor allem dann, wenn schon ein günstigeres Angebot eines alternativen Anbieters in Aussicht ist. Ist dies der Fall, raten wir, definitiv von Ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch zu machen, um den Stromanbieterwechsel zu beschleunigen.

Wie kann ich bei einem Stromanbieterwechsel von einem Bonus profitieren?

Immer mehr Anbieter von Strom werben um Neukunden mit einem Bonus, der bei Abschluss eines Stromtarifs gezahlt wird. Die Option auf ein solches Sach- oder Geldgeschenk ist für viele Verbraucher sehr attraktiv und so manch eine Vertragskündigung wird sogar nur wegen eines solchen Angebots ausgesprochen. Natürlich sollte jedoch darauf geachtet werden, dass der neue Tarif auch ohne Bonus nicht überteuert ist, sondern einen günstigen Strompreis bietet, mit dem man sparen kann - denn ein Bonus wird meist nur einmalig gezahlt. Auch werden viele Boni erst Wochen oder Monate nach Vertragsbeginn gezahlt.

Bei Kündigung ohne Wechselwunsch zu einem neuen Vertragsanbieter

Soll ein Stromvertrag gekündigt werden, ohne dass ein Stromanbieter-Wechsel durchgeführt werden soll, ist auch dies natürlich eine Option. In diesem Fall fällt jedoch auch der Wechselservice durch den neuen Anbieter weg, sodass das Kündigungsschreiben nicht nur bei einer außerordentlichen Kündigung, sondern auch bei einer ordentlichen Kündigung selbst vorbereitet werden muss. Entsprechende Vorlagen für die Auflösung Ihres Stromvertrags stehen zum Beispiel durch die Verbraucherzentralen zur Verfügung.

Beachtet werden sollte natürlich auch, dass Ihr bestehender Vertrag noch so lange weiterläuft, bis die Kündigungsfrist abgelaufen ist. Sofern kein Stromanbieterwechsel auf einen alternativen Anbieter durchgeführt werden soll, sollte also auch hier darauf geachtet werden, die Kündigung rechtzeitig auszusprechen.

Diese Fristen gilt es rund um die Stromanbieter Kündigung zu beachten

Es gibt einige zentrale Kündigungsfristen, an denen Sie sich beim Kündigen Ihres bestehenden Vertrags orientieren sollten.

Vertragslaufzeit

Verschiedene Stromtarife haben verschiedene Vertragslaufzeiten. Besonders kurz ist diese Frist zum Beispiel bei der Grundversorgung - Kunden dieses Versorgers können bis zu zwei Wochen vor dem gewünschten Ende des Vertrags kündigen. Sie sind sich unsicher, ob Sie Ihren Strom durch den Grundversorger beziehen? Dann nutzen Sie mit großer Wahrscheinlichkeit eben diesen Versorger, da für die Nutzung eines anderen Anbieters ein alternativer Vertrag geschlossen werden muss.

Die Mindestlaufzeit Ihres Vertrags gibt vor, ab welchem Zeitpunkt Sie fristgerecht kündigen können. Bei einem Anbieterwechsel können Sie Ihr Kündigungsschreiben auch so formulieren, dass zum nächstmöglichen Zeitpunkt gekündigt wird - Ihr Versorger wird diesen Wunsch dann in seine Datenbank übernehmen und Ihren Vertrag nach der Mindestvertragslaufzeit auflösen. 

Zeitraum einer automatischen Vertragsverlängerung

Die meisten Stromverträge werden automatisch verlängert - auch dies mit abweichenden Fristen. Solch automatisch verlängerte Verträge können jedoch durch neue Gesetzesänderungen mit einer vergleichsweise kurzen Kündigungsfrist von einem Monat aufgelöst werden. Dies ermöglicht es Verbrauchern, automatisch verlängerte Verträge deutlich schneller zu beenden als zuvor und sich dann einen neuen Anbieter zu suchen, der Strom liefern kann.

Kündigungsfrist

Jeder Stromtarif hat eine individuelle Kündigungsfrist - normalerweise liegt diese bei zwischen einem und drei Monaten. Um Sie nicht zu sehr einzuschränken, sollte bereits bei Vertragsabschluss darauf geachtet werden, dass diese Kündigungsfrist nicht zu lang ausfällt. Drei Monate sind hier das absolute Maximum, auf das Sie sich einlassen können; alles darüber ist nicht verbraucherfreundlich und sollte deshalb vermieden werden. 

Planen Sie, Ihren aktuellen Vertrag aufzulösen, sollten Sie sich zeitig über Ihre individuelle Kündigungsfrist informieren - denn diese muss unbedingt beim Kündigen Ihres Vertrags eingehalten werden, um zusätzliche Kosten zu vermeiden. Kündigen Sie nicht rechtzeitig, kann es zum Beispiel sein, dass Sie für die bis zur Kündigung verbleibende Zeit noch die monatliche Grundgebühr zahlen müssen und sich der Anbieterwechsel dadurch verzögert.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zur Stromanbieter Kündigung

Planen Sie, bei Ihren Stromvertrag zu kündigen, sollten Sie in jedem Fall Ihre Vertragslaufzeit und Kündigungsfrist beachten - denn nur dann wird sichergestellt, dass bei der Kündigung keine zusätzlichen Kosten auf Sie zukommen und Ihr Stromanbieterwechsel möglichst reibungslos vonstatten geht. Möchten Sie nachfolgend Strom durch einen anderen Anbieter beziehen, sollten Sie sich darum bereits vor dem Kündigen kümmern.

Haben Sie sich einen Überblick darüber verschafft, wie lang Ihre verbleibende Vertragslaufzeit und Kündigungsfrist ist, sollten Sie sich zuerst nach einem neuen Versorger umsehen, der Sie in Zukunft mit Strom beliefern kann. Nach Abschluss des neuen Vertrags kümmert sich dieser zukünftige Versorger dann um alle Formalitäten rund um die Kündigung. Dies gilt allerdings nur bei einer regulären Kündigung. Eine außerordentliche Kündigung sollten Sie stets selbst aussprechen; entsprechende Vorlagen dazu finden Sie auf den Seiten des Verbraucherschutzes.

Die individuellen Fristen, mit denen Sie Ihren Stromvertrag kündigen können, entnehmen Sie dem alten Vertrag, den Sie mit Ihrem alten Stromanbieter abgeschlossen haben. Für Ihren neuen Anbieter gelten dann eventuell wieder neue Fristen für eine Auflösung des Versorgungsvertrags mit Strom.

Ein Sonderkündigungsrecht berechtigt zu einer deutlich verkürzten Kündigungsfrist. Um dieses in Anspruch nehmen zu können, muss jedoch ein wichtiger Grund vorliegen. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn der bestehende Versorger eine Preiserhöhung angekündigt hat oder Sie an einen neuen Wohnort umziehen, an dem Sie nicht länger mit Strom beliefert werden können. Eine Sonderkündigung stellt Sie in solchen Fällen von Ihren vertraglichen Verpflichtungen frei, sodass Sie sich um einen Wechsel des Anbieters und Stromtarifs kümmern können.

Im ersten Schritt bietet es sich an, die verfügbaren Stromtarife neuer Anbieter zu vergleichen. Haben Sie sich für einen Tarif entschieden, können Sie Ihren neuen Versorgungsvertrag abschließen und es Ihrem Stromanbieter überlassen, Ihren alten Vertrag zu kündigen.

Verschiedene Stromanbieter bieten Tarife mit einem interessanten Bonus an, der den Tarifwechsel interessanter machen soll. Hier werden zum Beispiel einmalige Geldzahlungen, Sachprämien und andere Vergünstigungen angeboten. Sofern Sie die Prämie eines solchen Tarifs in Anspruch nehmen möchten, sollten Sie darauf achten, dass der gewählte Versorger auch ohne Bonus ein günstiger Stromanbieter ist - denn die meisten Prämien werden nur einmalig gezahlt; ein Stromvertrag hingegen läuft oft über viele Monate hinweg.

Die Stromkosten, mit denen Sie rechnen können, variieren abhängig von Ihrem Wohnort, der Haushaltsgröße und Ihrem Verbrauch. Über die zu erwartenden Kosten Ihres Stromtarifs können wir also leider keine pauschale Aussage treffen. Jedoch gibt es einige Möglichkeiten, den eigenen Strompreis zu reduzieren - wie etwa die Wahl eines günstigen Stromtarifs und eine Anpassung des Nutzungsverhaltens von Elektrogeräten. Solche Strategien können dazu beitragen, bei den Kosten des genutzten Stromtarifs zu sparen. Nutzen Sie aktuell den Grundversorger, ist ein Stromvergleich besonders nützlich für Sie - denn dieser Versorger ist meist unverhältnismäßig teurer als andere Anbieter, wie etwa Vattenfall.

Während manche Verbraucher Ihren Stromvertrag jedes Jahr wechseln, bleiben andere jahrelang beim gleichen Anbieter. Welche Option Sie wählen, hängt vor allem auch von Ihren persönlichen Präferenzen ab:  Sind Sie bereit, für die Möglichkeit, einen möglicherweise relativ geringen Betrag im Monat zu sparen, jedes Jahr einen neuen Versorger zu suchen? Ein solch regelmäßiger Wechsel hilft Ihnen dabei, die Kosten für Ihre Stromversorgung gering zu halten, und macht somit durchaus Sinn. Aber auch, wenn Sie Ihren Vertrag nur alle zwei bis drei Jahre wechseln, können Sie noch regelmäßig sparen.

Grundversorger sind die Stromanbieter, die die meisten Kunden in einem bestimmten Gebiet versorgen. Jede Region hat somit einen anderen Grundversorger. Dieser ist verpflichtet, jeden Haushalt mit Strom zu beliefern - lässt sich diese Verpflichtung jedoch auch sehr gut bezahlen. Vom Grundversorger weg zu einem alternativen Versorger zu wechseln, kann einige finanzielle Vorteile bieten - so können Kunden mit einem solchen Wechsel in der Regel bis zu bis zu 30 Prozent Ihrer Stromkosten sparen.

Für den Fall, dass Sie einen kürzlich abgeschlossenen Stromvertrag auflösen möchten, haben Sie das Recht, diesen binnen von zwei Wochen zu widerrufen. Hierzu genügt ein simples Kündigungsschreiben.

Der jährliche Wechsel zu einem günstigen Stromanbieter bietet die Möglichkeit, Stromkosten zu sparen und von anderen Vorteilen, wie etwa einer erneuerten Preisgarantie und einmaligen Sachprämien, zu profitieren. Viele Kunden nutzen deshalb regelmäßig diese Möglichkeit.

Kündigt Ihr Stromversorger eine Preiserhöhung an, können Sie von Ihrem Sonderkündigungsrecht gebrauch machen und so Ihren Stromvertrag vorzeitig beenden, um nach einem anderweitigen Anbieter zu suchen.

Ihren Stromvertrag können Sie nach neuen Gesetzesänderungen über einen Kündigungs-Button auch online kündigen - Sie erhalten dann in der Regel eine schriftliche Bestätigung der eingegangenen Kündigung an Ihre E-Mail-Adresse.